
Kompost kann Alternative zu Torf sein
Im fünfjährigen Forschungsprojekt des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) testete ein Konsortium, welche torfreduzierten und -freien Substrate sich für die ökologische Produktion von Topfkräutern eignen. Die Ergebnisse zeigen, dass hochwertiger Kompost das Potenzial zum verlässlichen Torfersatz hat.
von BLE erschienen am 03.03.2026Das nun entwickelte umfangreiche Merkblatt „Mehr Kompost, weniger Torf im Bio-Kräutertopf“ fasst die Ergebnisse für die Praxis zusammen und zeigt, wie der Übergang zu nachhaltigen Substraten gelingen kann. Dies ist nicht nur für die ökologische Topfkräuterproduktion interessant, sondern für die gesamte konventionelle und ökologische Gartenbaubranche. In dem 68-seitigen Merkblatt werden auf Basis der Projektergebnisse von TerÖko praxisnahe Strategien aufgezeigt, geeignete alternative Substratkomponenten vorgestellt und deren Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Kulturen erläutert. Im Mittelpunkt steht dabei der regional verfügbare Substratbestandteil Kompost. Basierend auf den Versuchsergebnissen wird aufgezeigt, wie der Übergang zu nachhaltigen Substraten schrittweise gelingen kann.
Hintergrund
Mit dem Klimaschutzprogramm 2030, dem Klimaschutzplan 2050 sowie den Moor- und Torfminderungsstrategien setzt die Bundesregierung verstärkt auf Moorbodenschutz und reduzierten Einsatz von Torf im Gartenbau. Im BÖL-Projekt „TerÖko“ untersuchte daher ein Konsortium aus Wissenschaft, Beratung, Praxis und Erdenindustrie das Potenzial von Torfalternativen.
Am Projekt „Torfreduzierte und torffreie Substrate für den Ökologischen Kräuterbetrieb – Erprobung, Optimierung und Wissenstransfer“ (TerÖko) waren beteiligt: Bioland Praxisforschung GmbH, Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau (LVG) Heidelberg, Fachhochschule Erfurt, Universität Kassel am Standort Witzenhausen, Ingenieurbüro für Sekundärrohstoffe und Abfallwirtschaft, Anbauberater Klaus Bongartz sowie zwölf Bio-Kräuterbetriebe im gesamten Bundesgebiet.
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) förderte das Projekt „TerÖko“ im Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL). Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) begleitete das Vorhaben als Projektträger.











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