
Helleborus im Fokus
Am 4. Dezember 2025 trafen sich Helleborus-Produzenten am Niederrhein in den Räumlichkeiten von Limera Gartenbauservice zu einem Fachsymposium rund um die Kultivierung von Christ- und Lenzrosen. Auf Einladung von Syngenta Crop Protection ging es dabei um Pflanzenschutzlösungen, digitale Kulturüberwachung, Applikationstechnik, Anbautipps und Züchtung.
von Rainer Peters, Syngenta Agro, Frankfurt erschienen am 11.03.2026Maurus Wüllner, Syngenta, stellte das Produktportfolio im Bereich Pflanzenschutz vor. Die aktuelle Regelzulassung für Fonganil Gold stellt einen wichtigen Baustein für gesunde Pflanzen von Kulturbeginn an dar.
Norbert Gröger, Ingenieurbüro Gröger, beleuchtete die digitalen Möglichkeiten mittels Datenlogger und direkter Übertragung auf mobile Endgeräte. Werte wie Salzgehalt und Blattfeuchte haben direkten Einfluss auf das Pflanzenwachstum und dienen als smarte Entscheidungshilfen für Gartenbaubetriebe. Zudem unterstützen sie die Dokumentation erheblich.
Rainer Peters, technischer Spezialist im Pflanzenschutz bei Syngenta, präsentierte Versuchsergebnisse zur Optimierung des Pflanzenschutzes bei Helleborus. „Diese Kultur zeigt sich besonders herausfordernd, wenn es um optimale Applikation geht", erklärte er. Umfangreiche Versuche in Helleborus-Betrieben belegen, dass die Verwendung geeigneter Düsen und abgestimmter Wassermengen die Benetzung signifikant verbessern.
Adjuvantien können die Aufnahme und Anlagerung von Pflanzenschutzmitteln so verbessern, dass deutliche Wirkungssteigerungen zu erwarten sind. „Die abgestimmte Applikationstechnik und der Einsatz von Adjuvantien sind wichtige Bausteine für ein nachhaltiges Pflanzenschutzkonzept", betonte Peters. Eine praktische Vorführung verschiedener Düsen in einem Düsenstand beeindruckte die Praktiker nachhaltig.
Klaus Hess, technischer Spezialist bei Syngenta Flowers, gab Einblicke zur „Christmas Carol"-Serie. Unterschiedliche Jungpflanzen-Produktformen bilden die Grundlage für fertige Pflanzen in Topfgrößen von 7 bis 19 cm. Hess stellte Kulturansprüche in den Vordergrund: „Helleborus wird von Endverbrauchern sehr gut angenommen. Durch lange Kulturzeiten von Jung- und Fertigpflanzen ist eine Marktübersättigung jedoch nicht zu erwarten."
Peter Oenings, Heuger-Jungpflanzen aus Glandorf, referierte über die Marktpositionierung und zeigte die herausfordernden Bedingungen zur Klimaführung auf. „Sonneneinstrahlung mag die Pflanze, doch der Fuß muss kalt sein – das mag eine Helleborus", fasste Oenings zusammen. Er wies auf typische Schaderreger in der langen Kulturzeit hin.
Maurus Wüllner und Rainer Peters stellten gemeinsam die wichtigsten Schaderreger vor: Botrytis, Falscher Mehltau und Blattläuse. Zu jedem Schaderreger präsentierten sie Pflanzenschutzstrategien, die Biologika, konventionelle Produkte und effektiven Nützlingseinsatz kombinieren. Ihr Fazit: „Die optimale Pflanzenschutzstrategie funktioniert nur, wenn alle Faktoren berücksichtigt werden.“














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