
Einblicke in Spitzenforschung und Start-up-Förderung im Agri-Food-Sektor
Der Campus Wageningen gilt als einer der weltweit führenden Standorte für Agrar- und Ernährungsforschung. Im Rahmen einer Exkursion erhielten Teilnehmende des Netzwerks Agropole Innovates Einblicke in aktuelle Forschung, Technologien und Innovationsstrukturen.
von Agrobusiness Niederrhein erschienen am 25.03.2026Der Campus der Wageningen University & Research in den Niederlanden zählt zu den international bedeutendsten Zentren für Innovationen im Agri-Food-Bereich. Rund 13.000 Studierende sowie etwa 7.000 Fachkräfte aus mehr als 230 Organisationen und über 100 Nationen arbeiten dort an Lösungen entlang der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette.
Im Rahmen des Interreg-geförderten Projekts „Agropole Innovates“ besuchte eine Gruppe aus dem deutsch-niederländischen Netzwerk den Campus, um sich über aktuelle Entwicklungen in Forschung, Technologie und Unternehmertum zu informieren. Ziel der Exkursion war es, Wissenstransfer und grenzüberschreitende Kooperationen zu fördern.
Ein Schwerpunkt lag auf dem Netherlands Plant Eco-phenotyping Centre (NPEC), das hochmoderne Bedingungen für die Pflanzenforschung bietet. Dort können Pflanzen unter exakt kontrollierten Umweltbedingungen untersucht werden. Klimakammern ermöglichen die präzise Steuerung von Faktoren wie Temperatur, Licht und Luftfeuchte, sodass unterschiedliche Klimazonen simuliert und Pflanzenreaktionen direkt vergleichbar gemacht werden können.
Auch die Gewächshausanlagen arbeiten mit hohem technischen Aufwand. Pflanzen werden regelmäßig gescannt, um detaillierte 3D-Modelle und Daten zur Biomasseentwicklung zu erzeugen. Multispektralkameras und Fluoreszenzmessungen sollen frühzeitig Hinweise auf Nährstoffmängel und die Photosyntheseleistung liefern. Die gewonnenen Daten dienen als Grundlage für weiterführende Feldversuche und könnten zur Entwicklung klimaangepasster und leistungsfähiger Sorten beitragen.
Neben der Forschung stand auch die Förderung von Innovationen im Fokus. Die Organisation StartLife unterstützt Start-ups im Agrar- und Ernährungsbereich entlang des gesamten Entwicklungsprozesses – von der Idee bis zur Marktreife. Nach eigenen Angaben wurden bislang mehr als 400 Unternehmen begleitet. Netzwerkformate wie der regelmäßig stattfindende „Demoday“ sollen den Austausch mit Investoren und Partnern fördern.
Ergänzend wurde die Rolle regionaler Entwicklungsagenturen wie Oost NL vorgestellt. Diese Organisationen unterstützen Unternehmen bei Wachstum und Internationalisierung und tragen zur Stärkung der Innovationskraft der Region bei.
Das Projekt „Agropole Innovates“, getragen unter anderem von Agrobusiness Niederrhein, verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Akteuren aus Deutschland und den Niederlanden zu intensivieren. Der Besuch in Wageningen sollte dazu beitragen, neue Impulse zu setzen und den fachlichen Austausch innerhalb des Netzwerks zu vertiefen.











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