
Modernisierung der Werke soll Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit stärken
Die PATZER ERDEN GmbH baut ihre Produktions- und Aufbereitungskapazitäten aus, um unabhängiger von externen Rohstoffquellen zu werden. Im Fokus stehen regionale Materialien und eine eigene Aufbereitung zentraler Substratbestandteile.
von Patzer Erden erschienen am 25.03.2026Die PATZER ERDEN GmbH treibt mit Investitionen in ihre Standorte Jossa, Warngau und Gubkow die strategische Unabhängigkeit bei wichtigen Rohstoffen voran. Durch den Ausbau von Aufbereitungs- und Produktionsanlagen sowie zusätzlicher Lagerkapazitäten soll insbesondere der Einsatz regionaler Rohstoffe gestärkt werden. Ziel sei es, die Versorgungssicherheit für Kunden zu erhöhen und die Qualität durch eigene Aufbereitung zu sichern.
Nach Angaben von Geschäftsführer Stephan Patzer verfüge das Unternehmen bereits über eine vergleichsweise stabile Ausgangssituation, da zentrale Rohstoffe seit jeher selbst gewonnen oder produziert würden. Dadurch sei man weniger anfällig für Störungen in der Lieferkette, wie sie aktuell etwa bei Torf zu beobachten seien. Parallel habe das Unternehmen frühzeitig den Einsatz von Torfersatzstoffen ausgebaut. Die Torfersatzquote liege inzwischen bei rund 70 Prozent über alle Absatzbereiche hinweg, im Fachhandel sogar bei etwa 90 Prozent.
In den vergangenen Jahren wurde insbesondere der Standort Gubkow in Mecklenburg-Vorpommern modernisiert. Dort wurden zusätzliche Lagerflächen geschaffen und eine neue Mischanlage installiert. Auch im Werk Warngau wurden die Lagerkapazitäten erweitert, um die Produktionsleistung zu erhöhen und die Belieferung nationaler und internationaler Kunden zu sichern.
Für die Jahre 2026/27 ist eine umfassende Modernisierung des Stammwerks in Jossa geplant. Während der Umbauphase soll ein Teil der Produktion nach Warngau verlagert werden, um die Lieferfähigkeit aufrechtzuerhalten. In Jossa sind unter anderem der Bau einer neuen Mischanlage sowie mehrerer Absacklinien vorgesehen. Zudem sollen neue Anlagen zur Aufbereitung von Ton und Holzfasern installiert werden. Ergänzend wurde bereits eine mobile Technik zur Verarbeitung von Rinde zu Rindenhumus angeschafft.
Im Zentrum der Rohstoffstrategie steht das Konzept der sogenannten „High 5“. Dabei handelt es sich um die fünf zentralen Substratausgangsstoffe Naturton, Holzfasern, Rindenhumus, Grünkompost und Torf, die nach Unternehmensangaben möglichst vollständig in Eigenregie aufbereitet werden sollen. Der Fokus liege dabei auf regional verfügbaren Materialien, deren Qualität kontrolliert werden könne.
Torf soll nach Einschätzung des Unternehmens trotz Substitution vorerst weiterhin eine Rolle spielen, da er für bestimmte Anwendungen kurzfristig nicht vollständig ersetzbar sei.











Zu diesem Artikel liegen noch keine Kommentare vor.
Artikel kommentierenSchreiben Sie den ersten Kommentar.