
Alternative Topf-Materialien kritisch geprüft
Im Rahmen der Sommertagung 2025 an der LVG Heidelberg wurden alternative Topfmaterialien für den Produktionsgartenbau einer kritischen Bewertung unterzogen. Hintergrund ist der steigende Druck aus Handel und Gesellschaft, Kunststofftöpfe durch biologisch abbaubare oder mitpflanzbare Lösungen zu ersetzen.
von hortigate erschienen am 02.02.2026Die Präsentation macht deutlich, dass Pflanztöpfe im Erwerbsgartenbau vielfältige Anforderungen erfüllen müssen. Neben Nachhaltigkeitsaspekten spielen insbesondere Prozesssicherheit, maschinelle Verarbeitbarkeit, Transportstabilität, Lagerfähigkeit sowie eine gleichbleibende Produktqualität eine zentrale Rolle. Alternative Materialien müssen sich in automatisierten Kulturabläufen ebenso bewähren wie im Handel und beim Endverbraucher.
Kritisch diskutiert werden unter anderem Schwankungen in der Materialqualität, mögliche Auswirkungen auf Bewässerung und Nährstoffversorgung sowie Risiken wie Schimmelbildung oder reduzierte Standfestigkeit. Auch die Frage, ob mitpflanzbare Töpfe unter Praxisbedingungen tatsächlich vollständig und zeitgerecht abgebaut werden, bleibt ein relevanter Prüfpunkt.
Die Auswertung zeigt: Nachhaltige Topfalternativen sind ein wichtiges Entwicklungsfeld, ersetzen konventionelle Kunststofflösungen jedoch bislang nicht in allen Produktions- und Vermarktungssituationen gleichwertig. Eine differenzierte Betrachtung entlang der gesamten Wertschöpfungskette bleibt daher erforderlich.









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