
ZVG drängt auf konkrete Maßnahmen für den Gartenbau
Die Frühjahrs-Agrarministerkonferenz in Bad Reichenhall steht unter besonderen Vorzeichen. Die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten bergen das Risiko steigender Energie- und insbesondere Dieselpreise, was sich unmittelbar auf Transportkosten sowie auf Logistik- und Wertschöpfungsketten auswirken kann.
von ZVG erschienen am 25.03.2026Nach Einschätzung des Zentralverbands Gartenbau (ZVG) zeigen sich zunehmend Auswirkungen steigender Kosten auf die Branche. Insbesondere Betriebsmittel wie Dünger würden teurer, während zugleich die CO2-Bepreisung energieintensive Unterglasbetriebe zusätzlich belaste. Vor diesem Hintergrund fordert der Verband zügige politische Maßnahmen zur Entlastung.
Ein zentraler Kritikpunkt ist der Mindestlohn. Steigende Lohnkosten könnten laut ZVG wirtschaftlich erfolgreiche Betriebe unter Druck setzen. Ein gemeinsam mit weiteren landwirtschaftlichen Verbänden in Auftrag gegebenes Gutachten komme zu dem Ergebnis, dass ein Mindestlohnabschlag für Saisonarbeitskräfte im Sonderkulturbereich rechtlich zulässig ist.
Auch beim Pflanzenschutz sieht der Verband Handlungsbedarf. Es fehle weiterhin an konkreten Ansätzen zur Verbesserung sogenannter Lückenindikationen. Kurzfristig seien organisatorische Maßnahmen denkbar, etwa eine Vorabprüfung von Antragsunterlagen durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), um Zulassungsverfahren zu beschleunigen. Entsprechende Vorschläge aus dem „Maßnahmenpaket Zukunft Gartenbau“ müssten aus Sicht des ZVG aufgegriffen werden. Zudem sollten EU-Vorgaben zu Aufzeichnungspflichten überarbeitet werden, da diese derzeit einen unverhältnismäßigen bürokratischen Aufwand verursachen könnten.
Darüber hinaus fordert der Verband, die Gartenbauwissenschaften gezielt zu stärken. Bund und Länder müssten den Erhalt entsprechender Studien- und Forschungsstandorte sichern, um die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte langfristig zu gewährleisten.











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