
Deutsche Umwelthilfe fordert vom LEH sofortigen Umstieg auf Mehrwegpaletten
Anlässlich der am 27. Januar 2026 startenden Internationalen Pflanzenmesse in Essen fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) Pflanzenhersteller und -händler auf, beim Pflanzentransport ab sofort den konsequenten Umstieg auf Mehrwegpaletten durchzuführen, um entsprechende EU-Vorgaben schnellstmöglich umzusetzen.
von DUH erschienen am 23.01.2026Die EU-Verpackungsverordnung schreibe den Einsatz von Mehrweg für intra- und innerbetriebliche Transporte ab 2030 verpflichtend vor. Da für einen flächendeckenden Einsatz von Mehrweglösungen jedoch ausreichend Vorlaufzeit benötigt werde, müsse bereits jetzt gehandelt werden. Trotz eines bestehenden europäischen Mehrwegsystems Euro Plant Tray (EPT) setzen derzeit noch deutlich zu wenig Pflanzenerzeuger und -händler auf umweltfreundliche Mehrwegpaletten, so die DUH. Der Marktanteil liege derzeit bei nur rund fünf Prozent.
Trotz eines bestehenden europäischen Mehrwegsystems Euro Plant Tray (EPT) setzen derzeit noch deutlich zu wenig Pflanzenerzeuger und -händler auf umweltfreundliche Mehrwegpaletten Deutsche Umwelthilfe
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: „Unnötiger Verpackungsmüll muss in allen Bereichen vermieden werden – auch in der vermeintlich grünen Pflanzenbranche. Dennoch setzen insbesondere die großen Lebensmitteleinzelhändler wie Lidl, Aldi, Edeka oder Rewe beim Pflanzentransport auf Einwegpaletten – mit fatalen Folgen für die Umwelt. Jedes Jahr verbraucht die Branche europaweit bis zu 700 Millionen Wegwerfpaletten, allein 150 Millionen davon in Deutschland. Dadurch fallen große Müllmengen an, Ressourcen werden verschwendet und die Klimakrise wird vorangetrieben. Wenn die Handelsunternehmen nicht jetzt damit beginnen, die Nutzung von Mehrwegpaletten hochzufahren, dann werden sie europäische Vorgaben krachend verfehlen.“
Der Baumarktkonzern Hornbach gehe als eines von wenigen Handelsunternehmen mit gutem Beispiel voran und habe inzwischen zwei Millionen Mehrwegpaletten des Mehrwegsystems EPT geordert. Auch andere Unternehmen wie Globus oder Bellaflora trieben die Verwendung von Mehrwegpaletten entschieden voran. Alle Händler sollten diesem Beispiel folgen und sich der europäischen Mehrweglösung EPT anschließen, unterstreicht die DUH.
Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft der DUH: „Besonders enttäuschend ist Ikea: Dort setzt man nach wie vor auf umweltschädliche Einweg-Papplösungen und boykottiert den Einsatz von Mehrwegpaletten beim Pflanzentransport. Insbesondere Unternehmen wie Ikea, die sich als besonders nachhaltig inszenieren, müssen Verantwortung übernehmen und auf klimaschonende Mehrwegverpackungen umstellen. Wegwerfverpackungen aus Pappe sind keine ökologische Alternative und zudem für den Transport feuchter Pflanzen denkbar ungeeignet.“
Der Einsatz wiederverwendbarer Mehrwegpaletten führe zu weniger Müll, spare Ressourcen, bietee wirtschaftliche Vorteile und reduziere die CO2-Emissionen um bis zu 30 Prozent, so die DUH.










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