
Gartenbaubetrieb Plettig etabliert erfolgreiches Tray-System
Mit einem Mehrwegkonzept für Pflanzentrays setzt der österreichische Gartenbaubetrieb Blumen Plettig neue Maßstäbe in Sachen Ressourcenschonung. In Zusammenarbeit mit Pöppelmann TEKU entstand ein praxistaugliches System mit hoher Rücklaufquote und deutlichen Vorteilen für Umwelt und Logistik.
von Pöppelmann erschienen am 14.04.2026„Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit gehören einfach zur Philosophie unseres Betriebs“, erklärt Erwin Plettig, Geschäftsführer der Blumen Plettig KG im steirischen Stallhofen. Neben dem Einsatz von HVO-Diesel und recyclingfähigen Töpfen aus Post-Consumer-Rezyklat (PCR) setzt das Unternehmen auf wiederverwendbare Transportlösungen. Gemeinsam mit Pöppelmann TEKU wurde ein Mehrwegtray entwickelt, das inzwischen fester Bestandteil der betrieblichen Praxis ist.
Der 35-jährige Unternehmer führt den Familienbetrieb in dritter Generation und beliefert rund 150 Kunden, darunter Gartenbaubetriebe, Fachhändler sowie eine österreichische Gartencenter-Kette. Seit der Einführung der Mehrwegtrays im März 2024 wurden Einwegtrays vollständig ersetzt. „Wir haben uns damals gesagt: Wir machen’s einfach“, erinnert sich Plettig. Der Start mitten in der Hauptsaison sei zwar mutig gewesen, habe sich jedoch als zukunftsweisend erwiesen.
Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die einfache Handhabung für die Kunden: Für die Nutzung der Trays fallen keine zusätzlichen Kosten an – sie müssen lediglich zurückgegeben werden. Dieses Prinzip funktioniert in der Praxis äußerst zuverlässig. Im Jahr 2025 wurden über 80.000 Trays ausgeliefert, von denen – abgesehen von etwa 5.000 noch im Umlauf befindlichen Einheiten – bereits mehr als 93 Prozent zurückgeführt wurden.

Begünstigt wird die hohe Rücklaufquote durch die eigene Logistikstruktur des Betriebs. Fünf firmeneigene Lkw sind während der Saison in Österreich und Slowenien unterwegs. Plettig ist überzeugt, dass vergleichbare Mehrwegkonzepte auch in kooperativen Sammelsystemen branchenweit funktionieren können. Das Kundenfeedback ist durchweg positiv: Der reduzierte Abfall und der Beitrag zum Klimaschutz werden ausdrücklich geschätzt.
Auch auf Seiten von Pöppelmann TEKU wird das Projekt als Erfolg gewertet. „Das Feedback zeigt, dass sich die intensive Entwicklungsarbeit gelohnt hat“, sagt Dirk Moormann, Area Sales Manager für den deutschsprachigen Raum. Die Zusammenarbeit mit Plettig begann bereits 2022, als der Betrieb den klaren Entschluss fasste, ein Mehrwegsystem einzuführen.
In der Produktentwicklung lag der Fokus auf einer leichten und gleichzeitig stabilen Lösung. Das Ergebnis ist ein tiefgezogenes Tray aus PCR-Material, das mit rund 300 Gramm deutlich leichter ist als vergleichbare Spritzgussvarianten. Diese Gewichtsersparnis wirkt sich unmittelbar auf die Ergonomie im Arbeitsalltag aus. Ergänzt wird dies durch eine optimierte Griffmulde, die den Tragekomfort verbessert.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Standardisierung: Während zuvor fünf unterschiedliche Tray-Größen im Einsatz waren, kommt nun ein universell einsetzbares Modell zum Einsatz. Es ist für verschiedene Topfformate ausgelegt und sowohl für den Transport als auch für die Kultivierung geeignet. Nach bisherigen Erfahrungen zeigen die Trays auch nach etwa 15 Umläufen keine nennenswerten Abnutzungserscheinungen. Plettig geht davon aus, dass mindestens 50 weitere Umläufe möglich sind.
Die Einführung des Systems erfolgte unabhängig von regulatorischen Vorgaben. Inzwischen gewinnt das Thema durch die EU-Verpackungsverordnung PPWR zusätzlich an Bedeutung, die ab 2030 verstärkt auf Mehrweglösungen setzt. Plettig sieht sich in seiner Strategie bestätigt: „Wenn die gesetzliche Regelung kommt, haben wir bereits mehrere Jahre Erfahrung gesammelt.“
Auch Pöppelmann TEKU konnte durch das Projekt wertvolle Erkenntnisse gewinnen. Auf dieser Basis wurden weitere tiefgezogene Mehrwegtrays entwickelt, die ein breites Spektrum an Topfgrößen abdecken und inzwischen standardmäßig verfügbar sind. Optional lassen sich diese Systeme auch mit RFID-Technologie zur Nachverfolgung ausstatten.













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