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Energieeffizienzgesetz

ZVG begrüßt Referentenentwurf des Wirtschaftsministeriums

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) begrüßt den Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums zur Umsetzung der europäischen Energieeffizienzrichtlinie (EU) 2023/1791 ausdrücklich. Insbesondere die Anpassung der Schwellenwerte für verpflichtende Energiemanagementsysteme auf 23,6 GWh entsprechend der EU-Vorgaben stelle einen wichtigen und längst überfälligen Entlastungsschritt dar.

von ZVG erschienen am 17.04.2026
© ZVG
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Der ZVG hatte sich schon lange für eine Anhebung der Schwellenwerte auf europäisches Niveau eingesetzt. Er hatte mehrfach kritisiert, dass die frühere Bundesregierung bei der nationalen Umsetzung der EU-Richtlinie eine deutliche Verschärfung der Schwellenwerte trotz entsprechender Hinweise aus der Praxis beschlossen hatte.

„Zu den ohnehin hohen CO2-Kosten drohten weitere Belastungen durch steigende Energiebürokratie“, erklärt ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer. Viele Betriebe hätten dadurch vor der absurden Situation gestanden, dass sie erhebliche Ressourcen in Dokumentation und Zertifizierung investieren mussten, statt in konkrete Energieeinsparmaßnahmen.

Die nun geplanten Anpassungen greifen zentrale Forderungen des ZVG auf und sind auch im Koalitionsvertrag als Ziel verankert. Der Verband wertet dies als wichtigen Erfolg für den Gartenbau und als notwendigen Schritt hin zu praxistauglicheren Regelungen.

Zudem begrüßt der ZVG die verlängerten Umsetzungsfristen sowie den Wegfall zusätzlicher Anforderungen wie der Wirtschaftlichkeitsbewertung nach DIN 17463 und der Pflicht zur Veröffentlichung von Maßnahmenplänen. Auch die Streichung der Meldepflichten für Abwärmedaten sowie der Auskunftspflichten gegenüber Wärmenetzbetreibern bewertet der ZVG als wichtigen Beitrag zum Bürokratieabbau.

Trotz der überwiegend positiven Ansätze sieht der ZVG weiterhin Anpassungsbedarf. Die verpflichtenden Zertifizierungen nach DIN ISO 14001 oder DIN ISO 50001 stellten für viele klein- und mittelständische Gartenbaubetriebe eine deutliche Mehrbelastung dar und verschärften den Kostendruck.

Der ZVG fordert daher ergänzend zur Anhebung der Energieschwellenwerte die Einführung praxistauglicher Alternativen, wie eines vereinfachten Energiemanagementsystems. Dafür müsste eine Zertifizierungsmöglichkeit auf nationaler Ebene geschaffen werden.

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