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25 Jahre Bundesprogramm Ökologischer Landbau

Impulse für Forschung, Praxis und Markt

Seit 2001 stärkt das Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) die ökologische Land- und Ernährungswirtschaft in Deutschland. Mit mehr als 1.500 Forschungs- und Innovationsprojekten, umfangreichem Wissenstransfer und gezieltem Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten hat sich das Programm als zentrale Förder- und Vernetzungsplattform etabliert.

von BLE erschienen am 11.02.2026
Auf der BIOFACH in Nürnberg feiern Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und BLE-Präsidentin Dr. Margareta Büning-Fesel das 25-jährige Bestehen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL). © BLE
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Die Geschäftsstelle des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) nahm im Jahr 2001 ihre Arbeit bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) auf. Ziel ist es, die heimische ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft nachhaltig zu stärken und weiterzuentwickeln. Im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) wurden seither über 1.500 Forschungs- und Innovationsprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 258 Millionen Euro realisiert.

Die inhaltlichen Schwerpunkte reichen von Tierhaltung, Pflanzenbau und Züchtung über Verarbeitung und Aufbereitung bis hin zu Fragestellungen der Wirtschaftlichkeit und Vermarktung von Bio-Lebensmitteln. Charakteristisch ist der praxisnahe Ansatz der Projekte, die sich konsequent am Bedarf der Branche orientieren.

Von Beginn an eng mit der Forschungsförderung verknüpft ist der Wissenstransfer. Rund 5.000 Veranstaltungen wurden bislang gefördert, um wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis zu überführen. Mit dem Vernetzungsportal „ÖLAF – Ökolandbau trifft Forschung“ steht seit 2022 zudem eine Plattform zur Verfügung, die Betriebe und Forschende strukturiert zusammenbringt und den Austausch auf Augenhöhe unterstützt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten. Mehr als 200 Projekte sowie zahlreiche Praxis-Workshops pro Jahr dienen dazu, Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung enger zu verknüpfen. Initiativen wie „BioBitte“ und „Bio kann jeder“ fördern darüber hinaus gezielt den Einsatz von Bio-Produkten in der Außer-Haus-Verpflegung, unter anderem in Kitas, Schulen und Kantinen.

Die Entwicklung des Sektors unterstreicht die Dynamik der vergangenen 25 Jahre: Die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Deutschland hat sich seit 2001 auf knapp zwei Millionen Hektar verdreifacht. Die Umsätze mit Bio-Lebensmitteln stiegen auf 18,7 Milliarden Euro und liegen damit etwa sechsmal höher als zu Beginn des Programms. Mit rund 388.000 Beschäftigten ist die Bio-Branche heute ein relevanter Wirtschaftsfaktor in Deutschland.

Um Verbraucherinnen und Verbraucher anzusprechen, öffnen Ökobetriebe aus dem bundesweiten Netzwerk der Demonstrationsbetriebe ihre Türen für Führungen und Veranstaltungen. Und das mit großem Erfolg: Die etwa 300 Demonstrationsbetriebe zählen jedes Jahr insgesamt über 450.000 interessierte Besucherinnen und Besucher.

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