
Neues Magazin informiert zur IPM über den Zierpflanzenmarkt
Die Januar-Ausgabe 2026 des Fachmagazins Close to Green beleuchtet unter dem Titel „Jagd auf den Sparfuchs – Grüner Markt benötigt neue Verkaufsargumente“ die aktuellen Herausforderungen im Blumen- und Pflanzenhandel und zeigt Wege auf, wie die Branche in Zeiten anhaltender Kaufzurückhaltung neue Nachfrageimpulse setzen kann.
von BGI erschienen am 21.01.2026Im Mittelpunkt steht die Marktentwicklung 2025: Laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) schrumpfte der Markt für Blumen und Zierpflanzen in Deutschland auf rund 8,5 Mrd. Euro, ein Minus von etwa 2 % gegenüber dem Vorjahr. Preissteigerungen konnten die rückläufigen Absatzmengen nicht kompensieren – ein klares Signal für die veränderte Konsumstimmung.
Besonders deutlich wird: Verbraucher agieren preissensibler, spontane Käufe nehmen ab und traditionelle Einkaufswege geraten unter Druck.
Der ausführliche Marktüberblick ordnet die Entwicklung differenziert nach Segmenten ein – von Schnittblumen über Zimmerpflanzen bis hin zu Beet- und Balkonpflanzen sowie Gehölzen. Dabei wird sichtbar, dass sich der Systemhandel weiter behauptet, während der Fachhandel zusätzlich mit strukturellen Veränderungen wie Sortimentsverarmung und sinkender heimischer Produktion konfrontiert ist. Die Ausgabe macht deutlich: Die Branche muss ihre Stärken neu erklären und „Grün“ stärker als Lösung für zentrale Bedürfnisse positionieren.
Der Marktbericht „Grün geht unter die Haut!“ zeigt dazu eine klare Richtung: Menschen ziehen sich in Krisenzeiten stärker ins Private zurück, suchen Rückzugsorte, Stabilität und kleine Fluchten aus dem Alltag – ein Umfeld, in dem Blumen und Pflanzen als „legale Stimmungsaufheller“ wieder an Relevanz gewinnen können. Gartencenter und Fachhandel werden als Erlebnis- und Begegnungsräume beschrieben, in denen Beratung, Wertschätzung und Convenience zentrale Erfolgsfaktoren sind.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Transformation des Gartenbaus: Digitalisierung, Energiewende, neue Pflanzenschutzansätze und urbane Anwendungen eröffnen Perspektiven, wie „Blumen und Pflanzen anders denken“ konkret umgesetzt werden kann – auch über Social Media, um jüngere Zielgruppen an den Konsum heranzuführen.
Abgerundet wird das Heft durch den Beitrag des Import Promotion Desk (IPD), der den Direkthandel mit Schnittblumen aus Ecuador, Kolumbien, Kenia und Südafrika als Chance für mehr Transparenz, stabile Partnerschaften und nachhaltige Lieferketten beschreibt.
Der Kommentar „Zwischen Sparzwang und Sinnsuche“ bringt die zentrale Botschaft der Ausgabe auf den Punkt: Kaufimpulse entstehen künftig weniger über Preisaktionen als über glaubwürdige Mehrwerte – von Gesundheit bis Lebensqualität.










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