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Kreislaufwirtschaft

Initiative ERDE steigert Effizienz im Recycling von Agrarkunststoffen

Trotz rückläufiger Marktmengen konnte die Initiative ERDE im Jahr 2025 ihre Verwertungsleistung weiter verbessern. Über 37.000 Tonnen Agrarkunststoffe wurden gesammelt und recycelt – ein messbarer Beitrag zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz.

von Konsens PR, Stockstadt erschienen am 14.04.2026
Insgesamt 37.342 Tonnen Agrarkunststoffe wurden im Rahmen des etablierten Rücknahme- und Recyclingsystems gesammelt und einer werkstofflichen Verwertung zugeführt. © RIGK/ERDE
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Die Initiative ERDE (Erntekunststoffe Recycling Deutschland) setzt ihren Wachstumskurs fort und konnte im Jahr 2025 erneut beachtliche Ergebnisse erzielen. Insgesamt 37.342 Tonnen Agrarkunststoffe wurden im Rahmen des etablierten Rücknahme- und Recyclingsystems gesammelt und einer werkstofflichen Verwertung zugeführt. Damit gelang es, die Effizienz des Systems trotz insgesamt sinkender Marktmengen weiter zu steigern.

Ein zentraler Effekt dieses Engagements liegt in der Klimawirkung: Durch das Recycling der gesammelten Materialien wurden 37.042 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart. Dies entspricht etwa 350 Millionen gefahrenen Pkw-Kilometern, der jährlichen Fahrleistung von rund 28.400 Fahrzeugen oder der CO2-Bindungsleistung von etwa 2,7 Millionen Bäumen.

„Die Ergebnisse zeigen, dass unser System in der Praxis funktioniert, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen“, erklärt Boris Emmel, Systemmanager der Initiative ERDE. Die hohe Beteiligung entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von landwirtschaftlichen Betrieben über den Handel bis hin zu Sammelstellen – unterstreiche, dass Kreislaufwirtschaft im Agrarsektor zunehmend umgesetzt werde. Jeder zurückgegebene Agrarkunststoff trage dazu bei, Rohstoffe im Kreislauf zu halten und Umweltbelastungen zu reduzieren.

Die erreichten Sammelmengen sind das Resultat einer breiten Zusammenarbeit innerhalb der Branche. Unter dem Dach der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen engagieren sich Hersteller gemeinsam mit der RIGK GmbH als Systembetreiberin sowie mit landwirtschaftlichen Betrieben, Sammelpartnern, Recyclern und dem Agrarhandel für ein funktionierendes Rücknahmesystem. Grundlage bildet eine freiwillige Selbstverpflichtung gegenüber dem Bundesumweltministerium mit konkreten Zielvorgaben. Dazu zählen unter anderem eine Sammelquote von über 60 Prozent für Spargelfolien bis 2026 sowie 75 Prozent für Silo- und Stretchfolien bis 2027.

Aus Sicht der IK bestätigt die Entwicklung die Wirksamkeit branchengetragener Lösungen. „Die kontinuierlichen Fortschritte zeigen, dass freiwillige Branchenlösungen im Sinne der Kreislaufwirtschaft funktionieren können“, sagt Dr. Laura C. Müller, Referentin für Wirtschaft bei der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen. ERDE zeige beispielhaft, wie Herstellerverantwortung gemeinsam mit Landwirtschaft, Handel und Recyclingwirtschaft praktisch umgesetzt werden könne.

Parallel zu den stabilen Sammelmengen wurde auch die Infrastruktur weiter ausgebaut. Inzwischen stehen landwirtschaftlichen Betrieben mehr als 700 Sammelstellen sowie über 160 Sammelpartner zur Verfügung, wodurch eine weitgehend flächendeckende Rückgabe ermöglicht wird. Gleichzeitig wächst das Spektrum der erfassten Materialien: Nach erfolgreichen Pilotprojekten wurden Gewächshausfolien und Tropfschläuche dauerhaft in das System integriert. Zudem beteiligen sich weitere Hersteller an der Initiative und stärken damit deren Finanzierung und Weiterentwicklung.

Für die kommenden Jahre verfolgt ERDE das Ziel, sowohl die Sammelmengen als auch das Netzwerk entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette weiter auszubauen. Darüber hinaus gewinnt der internationale Austausch zunehmend an Bedeutung. Durch den Dialog mit europäischen Initiativen und Branchenakteuren sollen bewährte Konzepte übertragen und die Kreislaufwirtschaft im Agrarsektor über nationale Grenzen hinaus weiterentwickelt werden.

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