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Universitäten

ZVG setzt sich für Gartenbauwissenschaften ein

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) bewertet die Fortsetzung der Exzellenzstrategie grundsätzlich positiv, mahnt jedoch stärkere Unterstützung für kleinere Fachbereiche an. Insbesondere praxisnahe Disziplinen wie der Gartenbau könnten unter der Konzentration von Fördermitteln leiden.

von ZVG erschienen am 25.03.2026
© ZVG
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Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) hat die Entscheidung von Bund und Ländern begrüßt, zehn Universitäten weiterhin als Exzellenzstandorte zu fördern. Die erneute Bestätigung von neun Universitäten sowie des Berliner Verbunds „Berlin University Alliance“ wird vom Verband als Zeichen für die Leistungsfähigkeit des deutschen Wissenschaftssystems und als Stärkung international sichtbarer Spitzenforschung gewertet.

ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer bezeichnete die Exzellenzstrategie als ein wichtiges Instrument, um wissenschaftliche Spitzenleistungen sichtbar zu machen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die Weiterförderung von Standorten wie Aachen, Bonn, Dresden, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe, München, Tübingen sowie des Berliner Universitätsverbunds sei daher ein positives Signal für den Wissenschaftsstandort Deutschland.

Gleichzeitig weist der Verband auf mögliche Nebenwirkungen der Förderstruktur hin. Die starke Konzentration von Mitteln auf Exzellenzcluster könne dazu führen, dass kleinere Forschungs- und Lehrbereiche zunehmend unter Druck geraten. Dies betreffe insbesondere Disziplinen, die nicht unmittelbar in große Cluster eingebunden sind, obwohl sie für gesellschaftliche Herausforderungen und die Ausbildung von Fachkräften als unverzichtbar gelten.

Diese Entwicklung zeige sich nach Einschätzung des ZVG aktuell besonders deutlich in Berlin. Trotz des Erfolgs des universitären Verbunds stünden einzelne Fachbereiche außerhalb der Exzellenzstrukturen vor erheblichen Herausforderungen. Betroffen seien an der Humboldt-Universität und der Freien Universität insbesondere kleinere und praxisorientierte Disziplinen wie der Gartenbau sowie Teile der Lehramtsausbildung.

Vor diesem Hintergrund fordert der ZVG, die Exzellenzstrategie stärker mit einer verlässlichen Grundfinanzierung der Hochschulen zu verknüpfen. Zudem sei es aus Sicht des Verbands notwendig, im Rahmen des „Maßnahmenpakets Zukunft Gartenbau“ mindestens zwei universitäre Standorte langfristig zu sichern, um Forschung und Lehre in den Gartenbauwissenschaften zu erhalten.

Abschließend betont Fleischer, Spitzenforschung dürfe nicht dazu führen, dass wichtige Fachgebiete an Bedeutung verlieren. Gerade der Gartenbau leiste einen zentralen Beitrag zu Themen wie Ernährungssicherung, Biodiversität, Klimaanpassung und nachhaltiger Stadtentwicklung und benötige dafür eine stabile wissenschaftliche Basis – auch jenseits großer Exzellenzcluster.

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