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Gartenbau

Erstmals gemeinsamer Tarifvertrag für neun Bundesländer

Die neuen Tarifentgelte für den Gartenbau stehen fest: Nach drei langen Verhandlungsterminen konnte die Verhandlungsgruppe der Arbeitgeber ein Tarifergebnis mit der Gewerkschaft IG BAU erzielen. Dabei ist dieser Abschluss historisch zu nennen, denn erstmalig haben sich sechs Tarifregionen in neun Bundesländern für diese Verhandlungen zusammengetan.

von Gartenbau NRW erschienen am 25.03.2026
Von links: Melanie Gran, Renata Blumenstein, Jörg Freimuth, Karoline Heiser, Kristin Mahler, Andreas Pellens, Jörg Heinel, Dirk Clasen, Rolf Wemhoener, Benjamin Luig und Christin Haack. © Gartenbau NRW
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Es gilt nun der einheitliche Rahmentarifvertrag und Entgelttarifvertrag in den Tarifregionen Landesverband Gartenbau NRW, Wirtschaftsverband Norddeutschland mit den zwei Tarifgebieten Nord (Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein) und Mecklenburg-Vorpommern, BdB Landesverbände Schleswig-Holstein und Hamburg, Landesverband Rheinland-Pfalz/Saar und Bayerischer Gärtnereiverband.?

Für die Betriebe des Gartenbaus besteht damit Planungssicherheit mit einer Laufzeit bis Ende Februar 2028. Die Erhöhung beträgt in 5 Tarifregionen 3,2 % zum 1. März 2026 (in Mecklenburg-Vorpommern zum 1. April 2026) und weitere 3,2 % zum 1. März 2027. Für Rheinland-Pfalz/Saar wurden davon abweichende Tariferhöhungen vereinbart. In der Verhandlungsgruppe waren Unternehmer aus verschiedenen Fachrichtungen des Gartenbaus vertreten (Zierpflanzen, Friedhof, Baumschule, Gemüse, Einzelhandel).?

Ziel der Tarifgemeinschaft ist die Stärkung gemeinsamer Strukturen, die Verbesserung des öffentlichen Images des Gartenbaus sowie die langfristige Bindung der Mitglieder durch verlässliche Mindeststandards und Planungssicherheit.

Ziel der Tarifgemeinschaft ist die Stärkung gemeinsamer Strukturen, die Verbesserung des öffentlichen Images des Gartenbaus sowie die langfristige Bindung der Mitglieder

Zugleich soll die Tarifautonomie gesichert werden: Trotz gesetzlichem Mindestlohn bleibt es Aufgabe der Arbeitgeber, eigenständig attraktive und zeitgemäße Vereinbarungen zu gestalten – nicht zuletzt vor dem Hintergrund gesetzlicher Vorgaben wie Tariftreuegesetzen, die eine Tarifbindung voraussetzen. Besonders erfreulich ist, dass mit dem Abschluss einzelne Regionen wieder aktiv in das Tarifgeschehen einbezogen werden konnten, in denen das Tarifgeschehen in den letzten Jahren ins Stocken geraten war.

„Nach der gemeinsamen Klausur im September zur künftigen Ausrichtung der Tarifstrukturen hätte kaum jemand erwartet, dass in so kurzer Zeit ein bundesweit großer Zusammenschluss gelingt. Umso deutlicher wurde, welches Potenzial eine starke tarifpolitische Zusammenarbeit für Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen bietet“, so Andreas Pellens, Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft.

Der Strukturwandel im Gartenbau führte in den letzten Jahren zur Zersplitterung der Tarifgebiete – viele kleine Regionen, in denen der organisatorische Aufwand zu hoch oder nicht mehr leistbar ist. Einige Regionen sind durch schwache Tarifdynamik geprägt, in anderen Regionen wird seit Jahren gar nicht verhandelt.

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