
Preiserhöhungen auch im Gartenmarkt zu befürchten
Durch den Krieg im Iran sind die Transportkosten – insbesondere auf der Straße – stark explodiert, was sich gerade bei großvolumigen Produkten deutlich auf die Gesamtkosten niederschlägt. Die Entwicklung betrifft den gesamten Gartenmarkt, speziell aber die Hersteller von Blumenerden und Substraten. Sie befürchten, zu kurzfristigen Preisanpassungen gezwungen zu werden.
von IVG erschienen am 05.03.2026Die Verbraucher haben die Auswirkungen des Irankriegs bereits an den Zapfsäulen zu spüren bekommen. Dort kostet Diesel im bundesweiten Durchschnitt derzeit um die 2 Euro je Liter. Diese drastische Preiserhöhung hat auch Auswirkungen auf die grüne Branche, denn dadurch wachsen die Frachtkosten weit über das kalkulierte und auch absehbare Maß. „Steigen die Preise für Diesel, erhöhen sich die zu zahlenden Transportkosten für die Hersteller automatisch“, erklärt Anna Hackstein, Geschäftsführerin beim Industrieverband Garten (IVG), die derzeitige Lage. Denn bei vielen Kontrakten mit Speditionen gibt es einen sogenannten Dieselfloater, bei dem steigende Dieselkosten automatisch zu höheren Frachtkosten führen.
Die gesamte Entwicklung trifft die Hersteller von Blumenerden und Substraten besonders hart, da sie mit schweren und vergleichsweise günstigen Produkten handeln. Da machen sich anfallende Preissteigerungen schnell bemerkbar. „Für die Produzenten ergibt sich der Handlungsdruck, die Mehrkosten der Logistik über den Handel an die Verbraucher weiterzureichen, um wirtschaftlich produzieren und die Versorgungslage sicherstellen zu können“, so Hackstein. „Der Branche bleibt in dieser Situation kaum etwas anderes übrig und ich hoffe auf die Akzeptanz aller Akteure“, wirbt sie für Verständnis. Politisch flankierende Maßnahmen zur Abfederung der Preisanstiege an den Tankstellen wären demnach wünschenswert.











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