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Ecosia

250 Millionen Bäume und ein neues Digitalmodell

Europas größte Suchmaschine Ecosia hat weltweit 250 Millionen Bäume gepflanzt - finanziert durch die täglichen Suchanfragen ihrer Nutzerinnen und Nutzer. Diesen Meilenstein feiert das Berliner Unternehmen im Museum für Naturkunde mit einer Veranstaltung, die ökologische Wirkung mit digitaler Zukunft verbindet.

von Ecosia erschienen am 14.04.2026
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegener bei der Veranstaltung von Ecosia im Berliner Naturkundemuseum. © Shane McMillan
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Die Veranstaltung bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um über die Verbindung von Klimaschutz, technologischer Entwicklung und europäischer Souveränität zu diskutieren.

Digitale Nutzung als Motor für Klimaschutz

Das Tech-Unternehmen widmet 100% seines Gewinns dem Klimaschutz und arbeitet mit 125 lokalen Organisationen in aller Welt, in der über 200.000 Menschen engagiert sind. Mit European Search Perspective (EUSP), einem deutsch-französischen Joint Venture,, treibt Ecosia zudem den Aufbau einer souveränen, datenschutzorientierten Suchinfrastruktur für Europa voran.

„250 Millionen Bäume zeigen, dass ein anderes digitales Modell funktioniert: eines, das nicht unkontrolliert Daten abschöpft, sondern Wert an die Welt zurückgibt. Was für uns 2009 mit ein paar Klicks anfing, ist heute eine globale Infrastruktur für Klimaschutz - getragen von Millionen Menschen. Und genau davon brauchen wir mehr im digitalen Raum: Systeme, die im öffentlichen Interesse wirken“, sagt Ecosia-Gründer und CEO Christian Kroll. „250 Millionen sind ein Beweis. Eine Milliarde ist der nächste Schritt.“

Bundesumweltminister Carsten Schneider pflanzt zur Würdigung dieser Leistung am 17. April 2026 symbolisch den 250-millionsten Baum vor dem Reichstag.

Gesunde Systeme - online wie offline

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage, wie nachhaltige Systeme gestaltet werden können. „Es geht um viel mehr als CO2, sondern um die Frage, wie wir eine moderne Gesellschaft so bauen können, dass die Welt nicht weiter zerstört wird,“ betonte der Sozialpsychologe Harald Welzer.

Prof. Dr. Maja Göpel: „Nicht nur Elon Musk hat geile Ideen.“
Prof. Dr. Maja Göpel: „Nicht nur Elon Musk hat geile Ideen.“ © Shane McMillan

Die Politökonomin Prof. Dr. Maja Göpel wies in ihrem Vortrag auf das Quasi-Monopol amerikanischer Tech-Unternehmen hin und sagte mit Adresse an die Bundesregierung: „Wenn wir Marktwirtschaft im digitalen Bereich wollen, brauchen wir staatliche Interventionen, um Grundlagen für fairen Wettbewerb und Innovation zu schaffen. Denn nicht nur Elon Musk hat geile Ideen.“ Ecosia demonstriere demgegenüber die eigentliche Bedeutung von Unternehmertum: „Wie kann ich privatwirtschaftlich Lösungen für die Herausforderungen einer Gesellschaft anbieten?“

Die grüne Europaabgeordnete Alexandra Geese erklärte, dass digitale Infrastrukturen ebenso wie gesunde Ökosysteme von Vielfalt und Stabilität abhängen. „Können wir es uns eigentlich leisten, unsere digitale Abhängigkeit nicht zu reduzieren? Können wir es uns leisten, diese Monopolisten dafür auch noch zu bezahlen, dass sie unser geistiges Eigentum, unser Talent und unsere Infrasrukturen ausnutzen? Und dafür zahlen die bei uns noch nicht einmal Steuern.“

Berlin als Standort für nachhaltige Innovation

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegener nannte Ecosia „eine Berliner Erfolgsgeschichte“, die zeigen würde, „dass Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg keine Gegensätze“ sind, sondern Hand in Hand gehen. „Ecosia trägt mit seiner Suchmaschine, seinem Browser und KI-Modellen zur europäischen digitalen Souveränität bei. In diesen Tagen erkennen wir, wie wichtig diese Souveränität ist: mehr zugriffssichere Daten in Europa, weniger Abhängigkeit von US-Digitalunternehmen. Unternehmen mit so klugen Köpfen wie wie Ecosia brauchen wir hier in der Weltmetropole Berlin.“

Von links: Dr. Inga Michler, Alexandra Geese, Harald Welzer und Dr. Wolfgang Oels.
Von links: Dr. Inga Michler, Alexandra Geese, Harald Welzer und Dr. Wolfgang Oels. © Shane McMillan

Über Ecosia

Ecosia, mit Hauptsitz in Berlin, ist die größte gemeinwohlorientierte Suchmaschine der Welt und wurde im Jahr 2009 von Christian Kroll gegründet. Das Tech-Unternehmen widmet 100% seines Gewinns dem Klimaschutz und hat in Zusammenarbeit mit lokalen Communities in über 35 Ländern mehr als 250 Millionen Bäume gepflanzt. 2014 wurde Ecosia als erstes deutsches Unternehmen als B-Corporation zertifiziert und seit 2019 wird Ecosia auch nach den Kriterien der Gemeinwohlökonomie bilanziert.

Seit 2017 baut Ecosia Solaranlagen, um sicherzustellen, dass die weltweiten Serverleistungen für Suchanfragen mit erneuerbarer Energie kompensiert werden können. Mittlerweile produzieren die Solaranlagen mehr als 200% des eigenen Energieverbrauchs.

2018 verschenkte Ecosias Gründer und Geschäftsführer Christian Kroll seine Anteile an die Purpose Foundation, um es ins sogenannte Verantwortungseigentum zu überführen und so unwiderruflich rechtlich verbindlich zu machen, dass das Unternehmen unverkäuflich bleibt und dass Gewinne gemeinwohlorientiert genutzt werden müssen.

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