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CIOPORA zum Valentinstag

Sortenschutz macht tolle neue Rosen möglich

Mit über 250 Millionen verkauften Rosen weltweit appellieren Züchter an den respektvollen Umgang mit Innovationen und den Schutz vor illegaler Vermehrung.

von CIOPORA erschienen am 11.02.2026
Die Entwicklung von Rosen, die widerstandsfähiger, ressourcenschonender und klimafester sind, erfordere kontinuierliche Investitionen in Forschung, Tests und fortschrittliche Züchtungstechnologien. © Christoph Killgus
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Der Valentinstag ist der romantischste Tag des Jahres und zugleich der wichtigste kommerzielle Anlass für die weltweite Rosenbranche. Allein in den USA erreichen die Rosenverkäufe zu dieser Zeit mehrere Milliarden Dollar, wobei rote Rosen fast 70 % des gesamten Blumenverkaufs ausmachen. Weltweit werden für diesen Feiertag über 250 Millionen Rosenstiele produziert. Die internationale Züchterorganisation CIOPORA, die sich für den Sortenschutz einsetzt, verweist auf die große Leistung von Züchtern und Anbauern.

Hinter jeder Blüte stecke eine Geschichte von menschlichem Engagement und wissenschaftlicher Innovation. Es könne bis zu acht bis zehn Jahre sorgfältiger Züchtungsarbeit dauern, um eine neue Rosensorte zu schaffen. Züchter verbesserten nicht nur Farbe und Duft, sondern auch Haltbarkeit, Krankheitsresistenz und Nachhaltigkeit.

Heute sei diese Innovationsfähigkeit wichtiger denn je. Der Rosenmarkt stehe unter zunehmendem Druck, nachhaltiger zu werden: Weniger chemische Mittel, geringere Verluste durch Schädlinge und Krankheiten sowie Sorten, die auch bei längeren Logistikketten, einschließlich Seetransport, zuverlässig performen.

Die Entwicklung von Rosen, die widerstandsfähiger, ressourcenschonender und klimafester sind, erfordere kontinuierliche Investitionen in Forschung, Tests und fortschrittliche Züchtungstechnologien. Ohne Innovation könne die Branche ihre Nachhaltigkeitsziele nicht erreichen oder in einem schnelllebigen globalen Markt wettbewerbsfähig bleiben.

Die Innovationskraft sei allerdings zunehmend durch illegale Vermehrung und mangelnden Respekt vor den Rechten der Pflanzenzüchter gefährdet.

Führende Rosenzüchter, die unter der IRBA (International Rose Breeders Association), einem Fachbereich von CIOPORA, organisiert sind, berichteten von einer steigenden Zahl an Fällen, in denen geschützte Rosensorten ohne die erforderliche Genehmigung vermehrt und gehandelt würden.

„Innovation im Gartenbau hängt direkt davon ab, wie gut wir die Arbeit der Pflanzenzüchter schützen. Daher sind starke gesetzliche Rahmenbedingungen unerlässlich – sie sichern die Kreationen der Züchter und garantieren eine faire Entschädigung für die vielen Jahre, die in die Entwicklung einer einzigen neuen Sorte investiert werden“, so Dr. Edgar Krieger, Generalsekretär von CIOPORA.

Der Missbrauch geschützter Sorten schade nicht nur den Züchtern, sondern der gesamten Wertschöpfungskette: Anbauer, Importeure, Händler, Floristen und letztlich auch die Verbraucher. Es untergrabe Vertrauen, schädige Geschäftsbeziehungen und führe zu unlauterem Wettbewerb.

„Fairer Handel kann niemals wirklich fair oder nachhaltig sein, wenn Blumen nicht legal gezüchtet werden. Diese Herausforderung muss die weltweite Branche ernster nehmen“, sagt Jelle Posthumus, Vorsitzender der IRBA.

Zum Valentinstag ruft die IRBA alle Akteure in der Rosen-Wertschöpfungskette dazu auf, die Arbeit hinter jedem Stiel zu würdigen. Das bedeute, die Herkunft des Pflanzmaterials zu überprüfen, die Rechte der Pflanzenzüchter zu respektieren und die Lieferung von authentischen, autorisierten Sorten sicherzustellen.

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