Rituale
Was es mit der Bestattung auf sich hat
"Da ist ein Land der Lebenden und ein Land der Toten, und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe - das einzige Bleibende, der einzige Sinn", formulierte Thornton Wilder. Durchgesetzt hat sich im 19. Jahrhundert der Begriff der Bestattung, nach dem wir einen Toten an seine Stätte bringen. Dieser Vorgang wird als ein Übergangsritual gestaltet, mit dem der Wechsel von der Welt der Lebenden zur Welt der Toten vollzogen wird: Der Verstorbene ist gewissermaßen der Passagier. Im Sarg steht er festlich überhöht ein letztes Mal im Mittelpunkt.
- Veröffentlicht am
Der heutige Bestatter, dessen Institut meist den Familiennamen trägt - mitunter mit dem Begriff Pietät, Frieden, Haus oder Institut verbunden - ist erst seit 2003 ein anerkannter Ausbildungsberuf. Geschichtlich geht diese Dienstleistung mit dem Sarg auf das Handwerk des Tischlers, mit den Blumen und Kränzen auf den Gärtner oder mit dem Überführungsfahrzeug auf den Fuhrmann zurück. Die Verantwortung für den standesgemäßen Ablauf - die Zeremonie wie das Management - lag in den Händen des Leichen bitters, der den Tod dadurch bekannt machte, dass er zur Bestattung einlud. Heute gilt der Bestatter als der erste Ansprechpartner im Todesfall, es sei denn, dass der Pfarrer bereits zum Sterbenden gerufen wird.
- 2 Monate zum kostenlosen Kennenlernen
- Zugriff auf alle Ausgaben im digitalen Heftarchiv
- Alle Heftartikel auch online lesen
0,- EUR / 2 Monate
danach 149,99 EUR (inkl. MwSt.) / 12 Monate
- 2 Monate zum kostenlosen Kennenlernen
- Monatlich alles Aktuelle aus der Branche lesen
- Alle Ausgaben bequem nach Hause geliefert
0,- EUR / 2 Monate
danach 210,- EUR (inkl. MwSt. und Versand) / 12 Monate
Mehr zum Thema:
Barrierefreiheit Menü
Hier können Sie Ihre Einstellungen anpassen:
Schriftgröße
Normal
Kontrast