
Ein warmes Sonnenjahr mit Niederschlagsmangel
Auf seiner zwölfmonatigen Reise durch das Wetterjahr 2025 präsentierte sich Deutschland sehr warm, sonnenreich und niederschlagsarm, mit einer historischen Frühjahrstrockenheit im Osten.
von Deutscher Wetterdienst (DWD) erschienen am 08.01.2026Anfang Juli geriet das Land unter extremer Hitze ins Schwitzen, während der September vor allem im Westen mit intensiven Regenfällen aufwartete. Im Oktober wurde der sonnige Jahresverlauf gebietsweise durch ungewöhnlich trübe Verhältnisse unterbrochen, ehe sich auf der Zielgeraden die Sonne erneut großzügig zeigte, so der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen seiner rund 2.000 Messstationen.
Extreme Hitze Anfang Juli
Das Temperaturmittel lag im Jahr 2025 mit 10,1 °C um 1,9 Grad über der international gültigen Referenzperiode 1961-1990 (8,2 °C) sowie 0,8 Grad über der Vergleichsperiode 1991-2020 (9,3 °C). Damit zählte 2025 zu den zehn wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881.
Die thermische Talsohle wurde am 18. Februar an der Station Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge mit -19,7 °C registriert. Frühjahr und Juni fielen anschließend deutlich zu mild bis warm aus; im Süden zählte der erste meteorologische Sommermonat zur Spitzengruppe der wärmsten Junimonate. Dieser frühe Wärmeschub gipfelte Anfang Juli in extremer Hitze: Der bundesweite Höchstwert wurde am 2. Juli in Andernach, 15 km nordwestlich von Koblenz, mit 39,3 °C gemessen.
Trockenphase von Februar bis Mai
Das Jahr 2025 endet in Deutschland voraussichtlich mit 655 l/m² Niederschlag. Gegenüber der Referenzperiode 1961-1990 (789 l/m²) entsprach dies einer Abweichung von -17 Prozent. Im Vergleich zur Periode 1991-2020 (791 l/m²) war es ebenfalls mit -17 Prozent deutlich zu trocken.
Maßgeblich für das Defizit war eine vom DWD analysierte Trockenphase von Februar bis Mai. Der Juli fiel verbreitet zu nass aus. Der September brachte vor allem dem Westen/Südwesten regional sehr hohe Niederschläge, darunter am 8. September die höchste Tagesmenge des Jahres mit 134 l/m² an der Station Bedburg-Weiler Hohenholz in NRW.
Die höchsten Jahressummen traten mit über 1.500 l/m² in den Staulagen der Alpen und des Schwarzwaldes auf.
Eines der fünf sonnigsten Jahre seit 1951
Mit über 1.945 Stunden lag die Sonnenscheindauer im Jahr 2025 rund 26 Prozent über dem Klimamittel von 1.544 Stunden (Periode 1961-1990) und rund 17 Prozent über der neueren Referenzperiode 1991 bis 2020 (1.665 Stunden). Auf dem Weg zu einem neuen Sonnenscheinrekord wurde die Bilanz lediglich durch den Juli und Oktober nach unten korrigiert.










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