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Weltfrauentag

Blumen verbinden Menschen international

Blumen und Pflanzen verbinden Menschen - sie machen Freude, trösten, bezaubern und wenn sie sprechen könnten, dann würden sie auch Geschichten über die Rolle von Frauen in einer globalen Branche erzählen.

von PFFH erschienen am 26.02.2026
Vom Anbau in den Gärtnereien bis zum Verkauf in Blumenfachgeschäften sind es vor allem Frauen, die den Blumenmarkt tragen. © PFFH/Hotlist
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Vom Anbau in den Gärtnereien, dem Schnitt und der Vorbereitung auf dem Transportweg, bis zum Verkauf in Blumenfachgeschäften und erst recht in der Floristik selbst und der Gestaltung großer Feste – es sind Frauen, die den Blumenmarkt von Anfang an entscheidend tragen. Ob in den Niederlanden oder in Ländern wie Kenia, Äthiopien oder Tansania: Es sind überwiegend Frauen, die auf den modernen Blumenfarmen arbeiten. Sie pflanzen, pflegen und ernten mit großem Engagement Rosen, Sommerblumen und weitere Schnittblumen, die in die große weite Welt exportiert werden.

Salomé Seyoum ist die verantwortliche Blumenfarm-Managerin bei Herburg Roses in Äthiopien und koordiniert vielfältige Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeiterinnen: „Wir organisieren Programme für berufliche Weiterbildung, zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie zu Gesundheit und Gleichberechtigung. So gibt es in Äthiopien neben Bildungseinrichtungen für Frauen, ihre Männer und Kinder unter anderem eine ‘Herburg Roses Special Needs School’ für Kinder, die besondere Fürsorge brauchen, weil sie physisch und mental eingeschränkt sind. Bis zu 150 Kinder können hier in kleinen Gruppen unterrichtet und gefördert werden. Eine Tagesklinik kümmert sich um Gesundheitsfragen nah am Arbeitsplatz der Mutter und der Familie.“ Solche sozialen Projekte sind heute ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Unternehmensführung im internationalen Blumenhandel.

Blumen sind weiblich

Der positive Einfluss dieser Initiativen reicht weit über die Blumenfarmen hinaus: Frauen gewinnen wirtschaftliche Unabhängigkeit, Familien werden gestärkt, und ganze Gemeinden profitieren von besseren Lebensbedingungen. So entsteht eine nachhaltige Wirkung in den Produktionsländern und ein Kreislauf aus wirtschaftlicher Unabhängigkeit und Selbstständigkeit für Frauen in Afrika.

Auf eine offene Stelle bewerben sich Hunderte, oft arbeiten ganze Familienverbände in den Gartenbauunternehmen, über 80 Prozent sind Frauen.

Auch in Deutschland steht die Branche deutlich im Zeichen der Frauenpower: In Blumenfachgeschäften gestalten überwiegend Floristinnen kreative Werkstücke mit viel handwerklichem Können und Stilgefühl. Die meisten Blumensträuße werden von oder für Frauen gekauft - ein schönes Symbol dafür, dass die Blume ihre feminine Sprache auf allen Ebenen behält.

Zertifizierungen zählen

Die Branche engagiert sich aktiv dafür, die Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern und die soziale Sicherheit in fernen Ländern zu gewährleisten. Zu diesem Zweck werden unter anderem Zertifizierungen wie MPS, GLOBALG.A.P. oder Fair Trade eingesetzt. Sie stehen für unabhängige Audits und strenge Kriterien zu Umwelt, Arbeitssicherheit und Rückverfolgbarkeit in der Produktions- und Logistikkette.

Viele Blumen haben einen weiten Weg hinter sich. So mancher Blumenstrauß sorgt dafür, dass Frauen ihr Auskommen durch ein sicheres Einkommen haben, dass sie ihre Kinder in Schulen schicken können und ganze Familien ein besseres Leben haben. Am 8. März ist der Internationale Frauentag – gut zu wissen, dass die Blumenbranche nicht nur an diesem Tag, sondern ganzjährig die Rolle von Frauen wertschätzt!

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