Öffentliche Fördermittel nutzen
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Öffentliche Förderprogramme helfen bei der Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Ansprechpartner für solcherlei Förderungen ist der Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ( http://www.ble.de/innovationsfoerderung/ ). Eine Übersicht der Förderungsmöglichkeiten im Bereich der Innovationsförderung gab Thomas Hölscher, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, auf der INDEGA-Mitgliederversammlung in Hannover.
Von der Idee zur Marktreife
Das seit 2006 bestehende Innovationsprogramm des BMELV fördert die Entwicklung von Innovationen von der Ideenfindung bis hin zur Marktreife. Ziele sind Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft, Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, Schonung natürlicher Ressourcen und die Verbesserung von Arbeitsbedingungen. Zuwendungsempfänger sind natürliche oder juristische Personen mit deutscher Niederlassung, Unternehmen allein oder in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen.
Bei industrieller Forschung können kleine Unternehmen bis zu 70 % staatliche Beihilfen für die Entwicklungstätigkeiten bekommen. Im Mittel wurden rund 169000 €/Partner bewilligt. Themen können sich beispielsweise mit Pflanzenproduktion, Agrartechnik oder auch Verbraucherschutz befassen. „Projektskizzen können nur im Rahmen von Bekanntmachungen zu bestimmten Themenbereichen eingereicht werden“, betonte Hölscher. Informationen über laufende Projekte gibt es auf der Internetseite http://www.fisaonline.de.
Beispiele für geförderte Verbundprojekte aus dem Gartenbau sind „Einsatz der NIR-Spektroskopie zur Beurteilung des Bewurzelungspotenzials von Zierpflanzenstecklingen“, „LED-Belichtungssysteme zur Effizienzsteigerung“, „Markergestützte Züchtung von Chrysanthemen“, „Entwicklung eines drahtlosen CO2-Bodensensors zur Wasserstressbestimmung“ und viele mehr.
Zuschüsse und günstige Darlehen
Aus dem Zweckvermögen der Rentenbank sind insbesondere Vorhaben förderfähig, die in besonderem Maße den Zielen der Bundesregierung im Bereich der nachhaltigen ländlichen Entwicklung entsprechen.
Mit der Zuschussvariante wird beispielsweise der ZINEG-Verbund gefördert, mit der Darlehensvariante das PlantEye-Mess- und Dokumentationssystem zur optimierten Kulturführung im Gewächshaus (siehe „DEGA P&H“ 10/2012) oder das Solarprojekt Gärtnersiedlung Rain am Lech mit Umrüstung des Dachbereichs.
Gute Ergebnisse bis zur Marktreife fortführen
Seit Ende 2012 unterstützt die Deutsche Innovationspartnerschaft Agrar (DIP) Projekte, die Exzellenz bewiesen haben, aber noch nicht marktreif sind. Vo-raussetzung sind erfolgreiche Initiativen oder Folgeprojekte aus der Innovationsförderung oder anderen Förderprogrammen. Projektvorschläge für eine Förderung sind zum Beispiel die plasmabasierte Dekontamination von trockenen pflanzlichen Produkten zur Erhöhung der Lebensmittelsicherheit oder die Entwicklung eines Regensensors zur Verbesserung der Schorfprognose im Apfelanbau.
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