Immer weniger Obst im Einkaufswagen
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Demnach hat jeder Haushalt in Deutschland in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Durchschnitt 40,4 kg Frischobst eingekauft. Damit sind die Einkaufsmengen das fünfte Jahr in Folge rückläufig. Das Vorjahresniveau mit 41,2 kg wird dabei um zwei Prozent verfehlt. Im Jahr 2005 lag die Einkaufsmenge der deutschen Haushalte im ersten Halbjahr noch bei 46,3 kg. Dabei mussten die Haushalte im ersten Halbjahr 2010 nicht mehr Geld beim Frischobsteinkauf in die Hand nehmen. Im Schnitt zahlten sie für ein Kilogramm Obst 1,54 Euro und damit sogar einen um vier Cent niedrigeren Preis als im Vorjahr.
Der Rückgang betraf allerdings nicht alle Obstarten gleichermaßen. Bei Äpfeln ist beispielsweise ein Plus zu verzeichnen. Dabei profitierten Äpfel von niedrigeren Preisen und von dem schwächeren Angebot anderer Obstarten sowie vom langen und kühlen Frühling, der Verbraucher eher zu Äpfeln greifen lässt. Auch der Absatz von Orangen ist trotz höherer Preise gestiegen. Zurückgegangen sind die Verkäufe von Bananen, Tafeltrauben, Ananas und Erdbeeren. Bei Erdbeeren ist gegenüber dem Vorjahr sogar ein Minus von einem Fünftel zu verzeichnen. Hintergrund waren die aufgrund von Unwettern geschmälerten Zufuhren aus Spanien und der späte Start der deutschen Saison. Nahezu konstant blieben die Einkäufe von Birnen, Kiwi und Melonen.
Die Entwicklungen am Obst- und Gemüsemarkt stehen beim 1. AMI - Europäisches Obst- und Gemüseforum im Fokus, das am 11. und 12. November 2010 in Berlin stattfindet. Der Titel der Tagung lautet „Gibt es Strategien jenseits der Abwärtspreisspirale?
Weitere Infos: www.marktundpreis.de. (AMI)
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