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Pflanzen für Friedhofsgärtner

Gänseblümchen: Bescheidenheit und Mutterliebe

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Symbolik: Das Gänseblümchen, in einigen Regionen Deutschlands auch als „Maßliebchen“ bekannt, gilt als Sinnbild für Bescheidenheit, Reinheit und Mutterliebe. Bellis perennis kennen wir in der weißen, einfach blühenden Urform als mehr oder weniger lästiges Beikraut im Rasen. Weiß ist die Farbe der Reinheit. Kinder lieben die kleinen Blumen, deshalb sollten sie auf Kindergräbern im Frühling nicht fehlen. Auch die modernen, gefüllt blühenden Varianten des Gänseblümchens falten ihre Blütenblätter bei Regen gern zusammen, Ausnahme sind die noch dichter gefüllten Pompon-Varianten mit kugeligen Blüten. Aus dieser Eigenschaft leitet sich das Sinnbild der Mutterliebe ab: Die Blütenblätter legen sich wie eine schützende Schicht über das Blütenkörbchen, das den Samen enthält. Die Bezeichnung „Maßliebchen“ leitet sich vom Begriff einer Liebe in Bescheidenheit ab – die Liebe mit Maß soll allerdings sehr lange anhalten. Gänseblümchen finden sich oft auf Wappen – sie waren zur Zeit der Minnesäger Zeichen dafür, dass die Liebe eines Ritters erhört wurde.

Floristik: Blühende Pflanzen sind ein Muss für frühlingshafte Schalen und Pflanzungen, auch in Kränze können sie eingearbeitet werden. Im Schnitt werden, wenn überhaupt, kleine Sträußchen mit einer Manschette aus Blättern angeboten. Gelegentlich sieht man diese Sträuße in rund gesteckten Kränzen. Auch als Mittelpunkt eines Frühlingsstraußes bieten sie sich an. Die Haltbarkeit des Gänseblümchens im Schnitt ist allerdings eingeschränkt.

Grabgestaltung: Die in der Regel wie Zweijährige kultivierten kleinen Stauden passen vor allem in bunt gemischte Frühlingsbeete. Nach der Blüte, die sich in heißen Frühjahren schnell erschöpfen kann, sind die grünen Blattrosetten recht dekorativ. Gänseblümchen lieben Feuchtigkeit, ständige Trockenheit bekommt ihnen schlecht. Das Auswildern von Kulturformen macht auch auf großen Gräbern keinen Sinn, weil die Pflanzen recht bald wieder in ihre Ursprungsform zurückfallen, sich dann aber als hartnäckige und anspruchslose Stauden gern ausbreiten und lästig werden können.

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