Geben Sie einen Suchbegriff ein
oder nutzen Sie einen Webcode aus dem Magazin.

Geben Sie einen Begriff oder Webcode ein und klicken Sie auf Suchen.
Gewächshauskulturen

Energiebedarf um 50 % reduzieren

In den kommenden Jahren soll es möglich sein, den Energiebedarf von Gewächshauskulturen zu halbieren. Mit dieser Vision übernahm Leo Marcelis den Lehrstuhl „Pflanzenkultur in energiesparenden Gewächs­häusern“ an der Universität Wageningen/NL.

Veröffentlicht am
Dieser Artikel ist in der erschienen.
PDF herunterladen
Artikel teilen:

In seiner Antrittsrede sprach Marcelis darüber, welche Vorstellungen er von seiner zukünftigen Arbeit hat. Dabei nannte er Beispiele, wie Energie eingespart werden kann.

In den vergangenen 25 Jahren sei die Produktion in Gewächshäusern nahezu verdoppelt worden. Die Ertragsgewinne beruhten bisher insbesondere auf der Einführung einer intensiveren Gewächshausheizung, CO2-Düngung, Substratkultur, Klimacomputer, Belichtung, Kühlung, Luftbefeuchtung, diffuse Schirme und Energieschirme, die sich alle als rentabel herausstellten

Neue Ziele setzen

Laut Marcelis gilt es nun neue Ziele zu setzen. Theoretisch sei eine weitere Verdopplung der Produktionsleistung möglich. Allerdings stelle sich die Frage, ob dies rentabel sei. Zu klären sei mithilfe von Klimacomputern, warum zu einem bestimmten Zeitpunkt die Pflanze so und nicht anders reagiere und ob ein anderes Klima nicht zu einem besseren Ergebnis führen könne.

Der Forscher erwartet, dass die in der Entwicklung befindlichen LEDs bald die SON-T-Lampen ablösen werden. Dabei stünden LEDs erst am Anfang ihrer Entwicklung. Um das Potenzial dieser Lichtquelle voll zu nutzen, sei noch mehr Wissen über Lichfarbe, Wärmeabgabe und Lichtverteilung nötig.

Zukunftsvisionen und Handlungsansätze

Weitere Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit von Marcelis sollen das pflanzenphysiologische Verhalten bei veränderten Rahmenbedingungen, erklärende Wachstumsmodelle und ein Online-Pflanzenmonitoring sein.

Vieles davon sei noch Zukunftsmusik. Es gebe aber auch durchaus schon direkt verwendbare Ansätze wie zum Beispiel das „Neue Kultivieren“. Dies bedeute nichts anderes, als Pflanzenwachstum und Energieeinsatz so effizient wie möglich zu gestalten. Die bisherigen Erfahrungen der Kulturführung in geschlossenen oder teilweise geschlossenen Gewächshäusern zeigten Wege dafür auf.

HR

0 Kommentare
Was denken Sie? Artikel kommentieren

Zu diesem Artikel liegen noch keine Kommentare vor.
Schreiben Sie den ersten Kommentar.

Artikel kommentieren
Was denken Sie? Artikel kommentieren